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Neues Konzept für Big Brother Ein erfolgreiches Konzept wird gerne bis zum Ende ausgeschlachtet. Ähnliches ist nun auch bei der Serie "Big Brother" geplant. Nachdem die Serie ihren steigenden Langweiligkeitsfaktor momentan durch "Promi-Besuche" wie Verona "Ich bin ja gar nicht so dumm wie ich immer tue" Feldbusch vergeblich aufgefangen werden soll, dürften die Haupteinnahmen derzeit aus dem Merchandising-Bereich kommen. Wer hat auch nicht seit dem Fall der Mauer auf neue kulturelle Höhepunkte und dichterische Meisterwerke wie "Ich vermiß dich wie die Hölle" und "Big Biiiiiiiig Brother" gewartet. Komponisten wie Beethoven, Mozart und Bach drehen sich im Grabe um, weil sie solche Ideen nicht hatten. Sänger wie Frank Sinatra und Udo Lindenberg werden locker ausgestochen von neuen Gesangsgrößen wie Zlatko und dem gesamten BB-Ensemble. Aber was passiert, wenn die jetzigen Bewohner endlich aus ihrer miefigen WG ausziehen und wieder arbeiten müssen? Einfach abreißen? Die teuere IKEA-Einrichtung, die bestimmt ein zwei hundert Mark gekostet hat? Nein! Also muß ein neues Konzept her - und das haben die Produzenten bereits seit einiger Zeit in der Schublade. "Schick-Guerilla"Hinter diesem einprägsamen Namen, der von der Werbe-Journalisten Kerstini Rosenka stammt, verbirgt sich eine Show, die ihresgleichen sucht. Statt der 10 Dumpfbacken wird nun eine ausgewogenere Auswahl bei der Zusammenstellung der Bewohner getroffen. Bei dieser Sendung wird die Gruppe aus 4 Palästinensern, 4 Israelis und 4 Neonazis bestehen. "Wir tragen damit zu einer neuen Form der Völkerverständigung bei", meint Arnold Koppreck, Produzent der Sendung. "Und wir entfernen uns dadurch vom Originalkonzept, dass wir den Kandidaten erlauben, Waffen mit in den Container zu nehmen." Erste geplante Wochenaufgabe: Friedensverhandlungen! Ob das Konzept aufgeht, ob uns demnächst Landminen mit BB-Logo als Merchandisingartikel erwarten oder ob dies dazu führt, dass Israel endlich zum lang erwarteten Atomschlag ausholt bleibt abzuwarten. "Wir lassen uns überraschen", sagt Koppreck. "Hauptsache, wir scheffeln damit wieder Millionen." Außerdem hat die Sendung noch einen weiteren Vorteil gegenüber dem Original: Hier ist sichergestellt, dass wir die Kandidaten nach Ende der Serie definitiv nie wiedersehen! |